Informationen die uns wichtig erscheinen

Über diesen Blog wollen wir nicht nur die Situation der Kinder in Afrika schildern, sondern auch ganz bestimmte Schicksale erzählen, besondere Hilfaktionen beschreiben und regelmässig über die Arbeit des Vereins informieren.

 

Wir sind am Anfang unserer Vereinstätigkeit, wollen uns ständig verbessern und arbeiten hart um Erfolg zu haben.

Neuer Blog-Artikel

WERNER HANDL

Präsident

gemeinsam@cnh.at

1. Dezember 2015

 

 

 

Jahresbericht 2015 - GEMEINSAM

Was hat sich so getan im Jahre 2015?

 

Im April hatten wir Neuwahlen, dies wurde auch bereits kommuniziert.

Ich wurde für weitere 3 Jahre zum Präsidenten gewählt und habe das Amt mit Freude angenommen und dankte für das Vertrauen.

 

Im Oktober sind 7 Personen, Mitglieder und Vorstandsmitglieder, alle auf eigene Kosten, mit mir und Karoline nach Äthiopien geflogen. Einerseits um das Land und die Leute kennen zu lernen, anderseits um die von uns unterstützte Projekte bzw. Kinder zu besuchen.

Über die Reise sende ich noch einen eigenen Bericht mit einigen Fotos.

 

 

Über die von uns unterstützen Kinder berichte ich hier gerne. 

Der Besuch im Kindergarten in Derbe Tsige (siehe Foto oben) war ein emotionaler Höhepunkt. 

Wir unterstützen dort 30 Kinder. 

Der Kindergarten und die im nächsten Jahr in Bau gehende Primarschule, sind in einem lokalen, privaten gemeinnützigen Verein eingebunden. Der Vorstand besteht zum größten Teil aus angesehenen Bürgern in Debre Tsige und Sponsoren aus Addis Ababa, die die Mittel für die Renovierung der Gebäude und dem Bau einer WC Anlage, inklusive der Einrichtung und Ausstattung aufbrachten.

Zu unserem Empfang waren nicht nur alle Kinder und Lehrpersonen anwesend, sondern auch die Mütter der Kinder, die wir unterstützen. Ebenso der Vorstand.

Wir konnten neue Schuluniformen an „unsere Kinder“ und Schreibmaterial, Hefte, Luftballons, Süssigkeiten, Spielzeug u.v.a. an alle Kinder, welche dort ebenso den KG besuchen, verteilen. Die Mütter bekamen alle 100 Birr (das sind 4 Euro) als Gastgeschenk von uns aus privater Schatulle.

Nach anfänglich etwas steifen Ansprachen waren es dann lustige Stunden, die wir mit den Kindern verbringen durften. Wir konnten uns überzeugen, dass unser Beitrag sehr gut angelegt ist.

Wir durften auch das „Haus“ einer Mutter (Alleinerzieherin) besuchen und wir sahen die Armut dieser Leute und erlebten eine dankbare, bescheidene Frau mit 3 Kindern, die versucht das Leben zu meistern und den Kindern etwas mehr Hoffnung zu geben.

Der Vorstand zeigte uns das neue Gelände für den Schulbau und berichtete stolz, dass sie bereits das Geld für 2 Klassenzimmer gesammelt haben. 

Es wäre doch ein großartiges Ziel für unseren Verein, ebenfalls ein Klassenzimmer zu finanzieren. Die Kosten von 10.000,- Euro sind mit gemeinsamer Anstrengung wahrscheinlich aufzubringen.

 

Weiters haben wir die Schulen in Addis Ababa und in Awassa besucht in denen wir je 10 Kinder unterstützen. Auch hier erleben wir einen sehr freundlichen Empfang, wir konnten Schultaschen und Fussballuniformen verteilen und viele Fotos für die Paten machen. Das Niveau der Schulen ist sehr hoch, die Ausstattung gut, alles so wie man sich eine private Schule vorstellt

Allerdings sind wir auch zu der Überzeugung gekommen, dass wir künftig nur mehr Kinder in Schulen unterstützen, die gemeinnützig  geführt werden und nicht auf Profit ausgerichtet sind.

Daher lassen wir künftig das Patenprogramm auslaufen und konzentrieren uns auf Kinder in ausgewählten gemeinnützigen Schulen. 

 

 

 

 

 

 

Verteilung von Fussballdressen, gespendet von Swarovski.

 

 

 

 

 

 

 

Die Patenkinder bekommen neue Schultaschen mit Inhalt, Geschenke der Paten, die wir mitgenommen haben. Alle Kinder haben gute Noten.

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind ca. 4.000 KM durch das Land gereist, großen Teils per Bus. Wir konnten uns davon überzeugen, dass unsere Hilfe für Kinder in die Schule gehen zu können nicht nur notwendig ist, sondern auch überzeugend die  beste Hilfe darstellt. Nur eine Schule zu bauen und dann dem Staat zu übergeben ist sinnlos, da helfe ich dem Staat und nicht dem Kind. In den ländlichen staatlichen Schulen sind bis zu 90 Kinder in der Klasse, die Qualität des Unterrichtes entsprechend schlecht. Mit Abschluss der Primarschule können die Kinder gerade mal stockend lesen. Private Initiativen sind der bessere Weg. Weiters sollte kein Projekt aufgezwungen werden und dann jahrelang subventioniert, sondern Projekte sollen lokal beginnen und betrieben werden dann können Beiträge aus dem Ausland dazu enorm viel helfen.

 

 

 

Wir haben die letzten beiden Tage in Addis Ababa dazu genutzt, jede Menge Sachen einzukaufen, die wir am Weihnachtsmarkt in Wattens im Namen der Kinder verkaufen können. 

Derzeit steht „unser Standl“ voll gepackt mit herrlichen Sachen und wartet auf Käufer das heisst auf Leute, die ein Herz für Kinder haben und uns unterstützen wollen. Der Stand ist offen jedes Wochenende und am 8.12.  Kommen auch sie vorbei!!!

 

Wir, Karoline und ich, wünschen allen Mitgliedern  und Paten, wie auch Sponsoren und Spendern

 

EIN FRÖHLICHES UND FAMILIÄRES WEIHNACHTSFEST

und

 

ein erfolgreiches, vor allem gesundes Jahr 2016

 

11 Kommentare

Die Bildungsmöglichkeiten der Frau in Afrika

 

Afrikanische Schulklasse im Klassenzimmer

In Afrika besuchen meist weniger Mädchen die Schule, als Jungen. Das kann man an der Analphabetenrate der Frauen, die deutlich höher ist, als die der Männer, erkennen. Zwei Drittel der erwachsenen Frauen in Afrika sind Analphabeten. Bei Mädchen haben viel mehr Größen Einfluss darauf, ob sie zur Schule gehen können oder dürfen, als bei gleichaltrigen Jungen. Soziale Faktoren spielen dabei eine sehr große Rolle. Es muss zuerst Geld für die Finanzierung von Schulen vorhanden sein.

Die Kultur ist wichtig bei dem Rollen- verständnis zwischen Mann und Frau.

In manchen Regionen muss ein junges Mädchen oft schon im Alter zwischen 12 und 14 Jahren heiraten. Ab diesem Zeitpunkt besteht keine Möglichkeit mehr für einen Schulgang des Mädchens. Denn dann müssen sie Aufgaben erledigen, wie den Haushalt führen und eine Familie gründen. Die wirtschaftliche Situation der Familie entscheidet auch über den Schulgang des Mädchens, denn die Eltern bezahlen vorrangig die Schulkosten für Jungen.
In der Familie bestimmt hauptsächlich der Vater über die Schulausbildung seiner Tochter. Die Zeit stellt oft ein Problem dar, da den Jungen mehr Zeit zur Verfügung steht als den Mädchen. Denn die Mädchen müssen die Hausarbeit verrichten und anderen Pflichten nachkommen. Dieser Aspekt wird jedoch von dem Vater bei seiner Entscheidung berücksichtigt.
Auch darf man die Einstellung des Mädchens selbst nicht vergessen. Denn wenn sie keinen Berufswunsch hat und sich in der Rolle als Hausfrau und spätere Mutter sieht, wird sie auch nicht drängen, eine Ausbildung zu bekommen.
Ein letzter Aspekt sind die Schulfaktoren, wobei sich gleich viele Fragen zu diesem Punkt stellen:
Ist die Schule gut erreichbar ?
Wie ist die Position der Lehrer gegenüber Mädchen (negativ/positiv) ?
Wie groß ist der Sinngehalt des Lernstoffs für Frauen ?
Was für eine Wirkung hat der Schulbesuch auf eine Frau und
warum sehen wir es als so wichtig an, dass Frauen, die noch sehr traditionsbewusst leben wollen, Bildung erhalten ?
Die Antwort auf diese Frage ist nicht schwer zu finden. Durch den Schulbesuch erhalten Frauen einen größeren Grad an Aufgeklärtheit. Sie werden über Verhütungsmittel unterrichtet und können so selbst über die Familienplanung bestimmen. Es ergibt sich, dass pro Schuljahr mehr, es auch 5-10% weniger Kinder in einer Familie gibt.
Auch die politische Partizipation von Frauen im Parlament hat sich durch die Einführung von Frauenquoten deutlich verbessert. In den späten 90er Jahren waren in 14 afrikanischen Ländern mehr als 12% Frauen in den Parlamenten vertreten. 1999 waren es im afrikanischen Durchschnitt 11,5%. Also eine deutliche Steigerung als in den Jahrzehnten zuvor. Diese Zahlen sind sogar mit Europa (ohne Skandinavien) vergleichbar, denn im gleichen Jahr betrug dort der Frauenanteil 13%. Der Trend zeigt weiterhin nach oben und der Frauenanteil steigt an. Zudem sind viele der angemeldeten Nichtregierungsorganisationen Frauenorganisationen. Dadurch kann man sehen, dass Frauen ihre organisatorischen Fähigkeiten aus Familie und Gemeinschaft durchaus für weitere Zwecke nutzen.

 

 

Quellen:
www.bundesregierung.de; Institut für Afrikakunde Hamburg;www.frauensolidarität.de; www.bmz.de; www.berlin-institut.org;www.hausarbeiten.de; www.regierung.de;

 

 

 

 Der Nachrichtensender NTV - schreibt in seiner Ausgabe am 12.07.2013

 

"Bildung ist die einzige Lösung"Die furchtlose Malala

 

 

Die Taliban sind gescheitert. Malala haben sie nicht zum Schweigen bringen können - auch nicht mit Waffengewalt. Nur neun Monate nach den Schüssen auf sie spricht die Aktivistin vor der UN-Jugendversammlung und strahlt dabei beeindruckende Stärke aus.

Das Taliban-Opfer Malala Yousafazai hat in einer ersten öffentlichen Rede freie Bildung für alle Kinder weltweit gefordert. "Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern", sagte die Aktivistin, die ihren 16. Geburtstag bei den Vereinten Nationen in New York feierte. Bildung sei die einzige Lösung und müsse an erster Stelle stehen.

Die pakistanische Aktivistin war im Oktober 2012 im Swat-Tal von den Taliban attackiert worden. Sie hatten der Schülerin, die sich in ihrer Heimat für die Bildung von Mädchen eingesetzt hatte und unter anderem einen Blog betrieb, gezielt in den Kopf geschossen. Sie kam zur medizinischen Versorgung nach England, wo sie jetzt eine Schule besucht, und gründete die Stiftung Malala Fund zur Unterstützung von Mädchen.

Tausende seien von Terroristen getötet worden, Millionen verletzt. Sie sei nur eine von vielen, sagte Malala, die ein rosa Gewand trug und mit stehenden Ovationen begrüßt wurde. "Die Taliban dachten, die Kugeln würden uns zum Schweigen bringen. Aber damit sind sie gescheitert." Unzählige Unterstützer hätten sich zu Wort gemeldet. Nach dem Angriff habe nicht etwa die Angst über sie gesiegt. Sie sei sogar stärker geworden.

"Der Stift ist mächtiger als das Schwert"

 

Sie wolle keine Rache. Selbst wenn sie eine Waffe in ihrer Hand halte und auf ihren Angreifer treffe, würde sie nicht auf ihn schießen, sagte sie. Mahatma Gandhi habe sie gelehrt, gewaltfrei zu leben und von ihrem Vater und ihrer Mutter, zu vergeben. Sie wolle weiterhin Bildung für alle Kinder - auch für die der Taliban.

"Der Stift ist mächtiger als das Schwert", sagte sie weiter. Die Extremisten fürchteten sich vor der Macht der Bildung und vor der Kraft von Frauen. "Sie haben Angst vor Veränderungen", sagte die Jugendliche. "Sie missbrauchen den Islam für ihren eigenen persönlichen Vorteil."

Besonders stark litten Frauen und Mädchen. "Wir wollen Freiheit und Gleichheit für Frauen auf der ganzen Welt." Sie müssten unabhängig sein und für ihre Rechte kämpfen können. "Wir können nicht alle erfolgreich sein, wenn die Hälfte von uns daran gehindert wird."

Mit fester, lauter Stimme forderte Malala schließlich: "Lasst uns unsere Stifte und Bücher ergreifen. Sie sind unsere mächtigste Waffe."

Frau Schranzhofer aus München schreibt folgendes:

 

Mit wenig Mitteln kann in armen Ländern viel erreicht werden. Schulbildung trägt bei zu Freiheit und Selbstbestimmung, Durchsetzung eigener Rechte und im weiteren Sinne auch Umweltschutz durch die Möglichkeit, dass Menschen ihren Lebenraum besser mitgestalten können. Ein Verein der durch direkte Kontakte dies unbürokratisch ermöglicht, ist genau das, was ich unterstützen möchte!
Irmgard Schranzhofer, München